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Die Herstellung
In einer einzigen Pressung entsteht natürliche
Qualität
Haben
die Oliven die Ölmühle schnell und in einem einwandfreiem Zustand
erreicht, beginnt dort die Verarbeitung. Zunächst werden sie entweder
maschinell oder von Hand von Blättern und Zweigen befreit und vorsichtig
gewaschen, damit kein Schmutz mitverarbeitet wird. Danach kommen die
Oliven in den sogenannten Kollergang. Der Kollergang ist die eigentliche
Mühle, eine Art riesiges Mühlbecken mit hochkant stehenden, rotierenden
Steinen. Darin werden die Oliven samt ihren Kernen etwa 20 - 25 Minuten
lang zu einem Brei gemahlen. In der traditionellen Mühle wird dieser
auf runde Matten aufgetragen, zu einem Turm gestapelt und dann hydraulisch
gepresst. Früher fand sowohl die Zerkleinerung der Oliven, als auch
die Pressung mittels Menschen- oder Tierkraft statt. Zu jener Zeit
gab es schon mal eine zweite Pressung, die zusätzlich mit warmen Wasser
erfolgte. Daher stammenend, die Begriffe "kaltgepresst" oder "erste
Pressung". Diese sind keine offiziellen Beschreibungen einer Qualität
oder Güteklasse. Sie werden von vielen Produzenten jedoch weiter verwendet.
Die herausgepresste Flüssigkeit (eine Mischung aus bitterem Fruchtwasser
und Olivenöl) kommt dann in eine Zentrifuge, in der das Fruchtwasser
vom Öl getrennt wird. Das so gewonnene Olivenöl ist somit
ein vollkommen natürlicher Fruchtsaft. Je nach Klima, Boden,
Lage, Art der Frucht und Reifegrad schmeckt es erdig oder fruchtig,
würzig oder mild, rassig oder fein oder manchmal auch zartbitter. |
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Bei dem
ganzen Pressvorgang handelt es sich um einen natürlichen Vorgang, bei
dem der Olivenbrei weder erhitzt noch mit anderen Zutaten vermischt wird,
bzw werden darf. An der Pressmethode hat sich im Prinzip seit Jahrtausenden
nichts geändert. In der Zwischenzeit haben
auch andere Pressmethoden in der Produktion Einzug
gehalten. Zum Beispiel die Gewinnung des Öls durch die Unterschiede
des spezifischen Gewichts von Fruchtwasser und Öl (Sinolea Methode)
mit anschließender Restzentrifugierung. Oder durch den Einsatz des
Endlos - Schneckensystems mit kräftigen Dekantern, die das Öl
in einem Arbeitsgang direkt vom Fruchtwasser und Trester trennen bevor es
gefiltert wird. Der Trester selbst wird an Extraktionsbetriebe verkauft.
Die Presstemperatur entspricht bei allen Methoden etwa die des menschlichen
Körpers, darf aber keinesfalls 40°C übersteigen. Die modernen
Press - Systeme verdrängen immer mehr die traditionelle hydraulische
Presse. Hauptvorteil der neuen Pressgeneration ist die schnelle Endlosverarbeitung,
die unnötiges langes Lagern der Oliven vor dem Pressen vermeidet und
so zu gleichmäßiger guter Qualität beiträgt. Trotz
allem ist die Qualität der Frucht eine grundsätzliche Voraussetzung
für eine gutes natives Olivenöl. |